
Zur Zeit einer furchtbaren Katastrophe, der großen Sintflut, die nach elf Schuljahren über uns herein brach, gelang es nur sieben ERDKUNDlingen, sich auf die Arche Noah des WGM zu retten. Sie standen unter der Aufsicht des Obermatrosen Manfred, der in ständigem Kontakt zu Kapitän Hesel stand.

Glücklich darüber, dass wir zu den Überlebenden gehörten, begannen wir unsere Reise auf dem Europäischen Festland. Bis auf einen Zwischenfall (einer war den schweren Anforderungen des Obermatrosen Manfred nicht gewachsen und sprang von Bord) durchlebten wir alle die Reise mehr oder weniger gut. So verließen wir nach einiger Zeit das uns fast schon sympatisch gewordene Europa und traten, nur noch zu sechst, die schwere Reise nach Afrika an.
Dort gestrandet, mischten wir uns zuerst unter das Volk der Hottentotten. Von ihnen inspiriert, kehrten wir unsere wilden Eigenschaften nach außen. Dies äußerte sich vor allem in unersättlichen Freßorgien auf unseren Kursfeten (Pizza-, Raclette-, Eis-, Pudding-, Kuchenschlachten). Nachdem wir uns bis in das Innere des Kontinents vorgearbeitet hatten, trafen wir auf ein anderes Volk. Sie nannten sich Nomaden. Hier entfalteten wir, mit Hilfe unseres Obermatrosen Manfred, der bereits während der ganzen Reise in schweren Prüfungen unser Wissen abfragte, unsere ganzen entwicklungstechnischen Strategien. Somit konnten wir auf die dortige Lebenssituation relativ gefasst reagieren.

Um ein wenig Abwechslung in unser tristes Seemannsleben zu bringen, traten wir nun eine "Vergnügungsreise" in die "zivilisiertere" Region Belgien/Brüssel an. Auf dem Weg dorthin taten wir uns mit zwei weiteren Gruppen zusammen. So konnten wir uns vorübergehend von den Strapazen der vergangenen Reise erholen. Wir lernten nicht nur die neuartigen selbstreinigenden Chemietoiletten, sondern auch viele kulturelle Attraktionen kennen. Wir entwickelten eine Vorliebe dafür, die wenigen vorhandenen Supermärkte als Horde mit dem Bus zu überfallen.
Ausgerüstet mit diesen neuen Eindrücken nahmen wir auf der Weiterfahrt noch eine Schiffbrüchige auf. Damit wurde das einzige männliche Mitglied unserer Besatzung noch mehr von der weiblichen Spezies unterdrückt (1:6); er hat's überstanden!! Auf unserer weiteren Reise bekamen wir es überwiegend mit Wasser zu tun. Wir erkannten, dass es nicht in allen Ländern der Erde so verregnet aussieht wie bei uns; nicht alle haben so ein tolles Wetter.
In der Vierten Etappe änderte sich jedoch die Wetterlage erheblich. Ein Tief
namens ABITUR kam auf uns zu. Obermatrose Manfred verlangte immer mehr von uns, wir
können uns jedoch (hoffentlich) alle auf der
uns schon ziemlich lieb gewonnenen Arche Noah halten, um uns dann bald eine eigene
kleine Arche Noah zu bauen!!!
In diesem Sinn: ABI NOAH !!!
